Drei Wochen lang leben und lernen in London...  

EU fördert die internationale berufliche Bildung von Schülern des Nelly-Pütz-Berufskollegs in Düren

 

Drei Schülerinnen des Nelly-Pütz-Berufskollegs, zwei künftige Erzieherinnen und eine angehende Sozialassistentin, haben in diesem Jahr Sommerferien der besonderen Art erlebt. Vom 27.07. bis zum 16.08.2014 konnten sie drei intensive, lehr- und abwechslungsreiche Wochen in London verbringen, einer der spannendsten Metropolen Europas, finanziert und unterstützt von der Europäischen Union.

 

Wertvolle Erfahrungen über den Tourismus hinaus

 

Der ganz persönliche Einblick in das britische Bildungssystem, ein direkter Vergleich mit der eigenen Ausbildung sowie der fremdsprachliche Umgang in der Arbeit mit den Londoner Kindern war für die beiden angehenden Erzieherinnen aus dem Nelly-Pütz-Berufskolleg eine sehr interessante und bereichernde Erfahrung. Darüber hinaus wohnten und lebten sie bei Londoner Gastfamilien, eine schlüssige Abrundung dieses ganzheitlichen Lern- und Erfahrungspaketes. Das findet auch die 19-jährige „Erasmus¬+“-Teilnehmerin Anne Wetzel: „Also, mir persönlich hat die Zeit in London schon mal sehr im Umgang mit der englischen Sprache geholfen. Und der Kindergarten, in dem ich war, war schon ganz anders organisiert als in Deutschland. So mussten die Kinder zum Beispiel nichts selber wegräumen, die Erzieherinnen und Erzieher haben hinter den Kindern hergeräumt. Mehrmals am Tag. Außerdem lagen Spielzeuge, wie Puzzle oder Bausteine, schon am Morgen auf dem Tisch und damit haben die Kinder auch gespielt. Sie haben sich selber selten etwas aus dem Regalen genommen. Außerdem war die Tür nach draußen zum Außengelände hin immer offen, so konnten die Kinder den ganzen Tag selbst entscheiden, wo sie spielen wollten. Aber es gibt es noch andere große Unterschiede zwischen England und Deutschland und zwar nicht nur im Kindergarten. Zum Beispiel sind die Engländer in den öffentlichen Verkehrsmitteln viel freundlicher und höflicher als die Menschen in Deutschland, hier quetscht sich jeder in den Bus und schaut, dass er selber reinkommt und möglichst auch noch einen Sitzplatz ergattert. In England ist es ganz normal, dass man sich in eine Reihe stellt, um in den Bus einzusteigen, oftmals wird man sogar vorgelassen. Wenn ältere Damen oder Herren einsteigen, stehen andere Fahrgäste auf, um den Senioren direkt einen Platz anzubieten. Das ist hier in Deutschland oftmals nur nach mehrmaligem Auffordern möglich, wenn überhaupt. Unsere Gastfamilie war ebenfalls sehr freundlich, hilfsbereit und alle haben darauf geachtet, dass wir einen angenehmen Aufenthalt hatten.“

 

Dass in England alles ganz anders ist, kann die ebenfalls 19-jährige angehende Sozialassistentin Mira Chistoffels nur bestätigen: „Mir hat die Zeit in England sehr gut gefallen, besonders das Praktikum. Im Sedra Nursing Home wurde ich sehr herzlich aufgenommen, habe ein anderes Arbeiten kennengelernt. So haben z.B. die Bewohner niemals zusammen am Tisch gesessen. Das Frühstück bekamen alle, nicht nur die Bettlägerigen, im Bett. Und mittags hatte jeder Bewohner neben seinem Sessel einen kleinen Beistelltisch. Ich habe viel Neues und Interessantes erfahren und kann jedem, der sich für England interessiert oder seine Sprachkenntnisse verbessern möchte, dieses Projekt nur weiterempfehlen.“

 

 

 

Der Europass Mobilität öffnet die Türen nach Europa

 

Neben der Teilnahmebescheinigung des ADC-College, dem Kooperationspartner in London, und eines qualifizierten Arbeitszeugnisses der Praktikumsstelle, wurden die diesjährigen Teilnehmerinnen nun auch mit dem “Europass Mobilität” ausgezeichnet. Dieses offizielle Dokument der EU belegt ihre Tätigkeiten, Aufgaben und den Lernzuwachs – wichtige Qualifikationen, die bei einer künftigen Bewerbung im In- und Ausland sehr hilfreich sein können.

 

 

 

 

 

Nelly-Pütz-Berufskolleg

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